Für die Sie als Patientin ist es von entscheidendem Vorteil, dass Sie in der Klinik für Minimal-Invasive Gynäkologie (ZAG) nur von erfahrenen Fachärzten operiert werden.
Dr. Hesseling und Dr. Heitz waren vor ihrer Arbeit im ZAG über mehrere Jahre Oberärzte in einer Klinik mit extrem hoher Operationsrate. Beide Ärzte haben sich seit mehr als 15 Jahren auf die endoskopischen Operationen spezialisiert und operieren jährlich ca. 1.600 Patientinnen.
Das ZAG ist offizielles Ausbildungszentrum der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE). Zur Zeit sind nur fünf weitere Kliniken in Deutschland als Ausbildungszentrum zertifiziert.Enge Zusammenarbeit besteht mit der dem Klinikverbund St. Antonius und St. Josef zugehörigen Frauenklinik in Elberfeld (Chefarzt Dr. Falbrede) und dem Bethesda-Krankenhaus (Chefarzt Prof. Dr. Hucke).
In Zusammenarbeit mit der gynäkologischen Abteilung des Bethesda-KH Chefarzt Prof. Hucke) bildet das ZAG Kollegen in der Technik des endoskopischen Operierens aus. Im Rahmen dieser zwei Mal im Jahr stattfindenden Kurse werden sowohl weniger erfahrenen Kollegen die Grundlagen der Minimal-Invasiven gynäkologische Operationen gezeigt als auch erfahrenere Ärzten komplexere Eingriffe vermittelt. Operationsmethoden werden live demonstriert, Trends und neueste Aspekte aufgezeigt und diskutiert. Das Symposium ist eines der ältesten und renommiertesten dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Alle Komplikationen die während einer Operation oder als Folge eines Eingriffes auftreten werden im Komplikationsregister des ZAG umfassend dokumentiert. Grundsätzlich unterscheidet man nach Schwere der Komplikation unterschiedliche Kategorien:
Die Auswertung der Komplikationen im Zentrum für ambulante Gynäkologie ergab für die Jahre 2001 bis 2005 folgende Ergebnisse:
Insgesamt wurden in den ersten 5 Jahren im ZAG 3364 Spiegelungen der Gebärmutter (Hysteroskopien) und 3082 Bauchspiegelungen (Laparoskopien) durchgeführt.
Bei 25 Patientinnen (0,79%) mit einer Spiegelung der Gebärmutterhöhle und bei 18 Patientinnen (0,58%) mit einer Bauchspiegelung traten Komplikationen auf.
Nur bei 1 von 25 Komplikationen nach Gebärmutterspiegelung war ein weiterer operativer Eingriff erforderlich.
Von den 18 Patientinnen mit Komplikationen nach Bauchspiegelung musste in jeweils 8 Fällen nochmals eine Bauchspiegelung bzw. ein Bauchschnitt (z.B. nach Darmverletzungen, Verletzungen der Gebärmutter, Nachblutungen im Bereich des Wundgebietes) sowie in einem Falle zur Versorgung einer Gefäßverletzung im Bereich einer größeren Arterie durchgeführt werden. Todesfälle traten nicht auf.
Bei den Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien: suprazervikal und total) des Jahres 2005 wurden in 5 von 124 Fällen leichtere Komplikationen dokumentiert (4%): Bei einer Patientin kam es nach der Operation zu subjektiv störenden Blutungen, bei weiteren zwei Patientinnen zu Wundinfektionen, wovon eine Patientin über 3 Tage stationär mit Antibiotika behandelt werden musste, bei einer Patientin trat eine vorübergehende Beeinträchtigung eines Beinnerven auf und 1 Patientin benötigte nach einer ausgesprochen schweren und langwierigen Operation zwei Blutkonserven. Erneute Operationen waren nicht notwendig, Todesfälle ereigneten sich auch hier nicht.