Petrus-Krankenhaus

Vorteile der minimal-invasiven Vorgehensweise

Vorteile der minimal-invasiven Vorgehensweise

Bis noch vor etwa 15 Jahren wurde bei den meisten Operationen ein Bauchschnitt durchgeführt. Dieser hatte zur Folge, dass der Heilungsverlauf nach der Operation mehrere Wochen benötigte. Erst die Weiterentwicklung dünner Stabkameras (Endoskope) hat dazu geführt, dass nun auch aufwendigere Eingriffe ohne größere Schnitte, d.h. "minimal-invasiv" vorgenommen werden. Inzwischen können nahezu alle gynäkologischen Operationen auch minimal-invasiv durchgeführt werden.
Erst diese moderne Operationstechnik ermöglichte es auch, einen Teil der gynäkologischen Operationen ambulant durchzuführen.  Diese patientenorientierten minimal-invasiven Eingriffe bilden neben den "normalen" gynäkologischen Operationen den Schwerpunkt am ZAG.

Weniger Schmerzen und kürzere Rekonvaleszenz

Die Operation im Bauchraum bleibt zwar die gleiche, jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass der Bauchschnitt entfällt. Dies hat zur Folge, dass die Wundschmerzen nach der Operation deutlich geringer ausfallen und sich hierdurch der Heilungsprozess deutlich verkürzt.

Bessere kosmetische Ergebnisse

Neben den geringeren Schmerzen liegt ein weiterer Vorteil der minimal-invasiven Vorgehensweise in den deutlich besseren kosmetischen Ergebnissen.
So werden z. B. bei einer Bauchspiegelung auch bei größeren Eingriffen nur winzige, schonende Hautschnitte (maximal 12mm) angelegt. Für diese wählt der Arzt individuell Stellen aus, an denen die kleinen Narben später nicht auffallen (z.B. tief in der Nabelgrube bzw. im Schamhaarbereich).  Am Ende der Operation werden die Wunden unter der Haut und damit nicht sichtbar genäht und mit einem kleinen Pflaster versorgt. Das Nahtmaterial löst sich innerhalb einiger Wochen von selbst auf, die Fäden müssen nicht gezogen werden! Bereits am nächsten Tag kann wieder geduscht werden.

Nebenwirkungsarme Narkosen 

Für die meisten unserer Eingriffe ist eine Vollnarkose notwendig:
Ein Faktor, der die Patientinnen oft mehr beunruhigt als der Eingriff selbst. Doch auch im Blick auf die Narkose hat das ambulante Operieren klare Vorteile: Die von dem Narkoseteam verwendeten Medikamente der neuesten Generation werden im Vergleich zu früher deutlich besser vertragen und schneller abgebaut. Die Dosierung wird möglichst niedrig gehalten und individuell an die Erfordernisse der Patientin und des jeweiligen Eingriffes angepasst. Durch den Einsatz modernster Geräte ist es möglich, auf die Einlage eines Schlauches in die Luftröhre in nahezu allen Fällen zu verzichten. Hierdurch gehen 95 Prozent der Patientinnen auch nach längeren Eingriffen eigenständig vom OP-Tisch wieder in ihr Bett. Übelkeit und Unwohlsein sowie unangenehmes Kratzen in der Luftröhre, früher unvermeidlich mit Narkose verbunden, treten heutzutage
deutlich seltener auf.

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