Polysomnographie
Eine genaue Registrierung der körperlichen Aktivitäten im Schlaf ist Voraussetzung für die sorgfältige Diagnosestellung bei allen schlafmedizinischen Erkrankungen. Während der Patient im Bett liegt und schläft sind in unserem Schlaflabor ununterbrochen qualifizierte Kräfte mit der Messung der folgenden Parameter beschäftigt:
Hirnströme (EEG) - zur Erfassung der Schlafstadien
Muskelaktivtät (EMG)- zur Erfassung von Mundbewegungen und Beinbewegungen
Atemgasstrom - zur Erfassung von Atemaussetzern
Brust- und Bauchbewegungen - zur Erfassung des Atmungsmusters
Pulsoximetrie - zur Erfassung des Sauerstoffgehaltes des Blutes
Mikrofon - zur Erfassung von Schnarchgeräuschen
Lagesensor - zur Erfassung der Körperposition
Herzstromkurve (EKG) - zur Erfassung der Herzfrequenz
Je nach Fragestellung können noch weitere Parameter erfasst werden. Die Untersuchung ist schmerzfrei, es werden lediglich Messgurte angelegt oder Elektroden auf der Haut angebracht.
Vigilanztest
Müdigkeit ist eine sehr subjektive Empfindung. Um sie zu messen, werden Tests durchgeführt, mit denen die ungeteilte Daueraufmerksamkeit ermittelt wird. Das gebräuchlichste Verfahren ist die Macworth-Uhr, bei der kreisförmig angeordnete Punkte im Uhrzeigersinn aufleuchten. Ab und zu wird dabei ein Punkt übersprungen - jetzt muss die Testperson eine Taste dücken! Bewertet wird die Anzahl der richtigen und falschen Treffer sowie die Reaktionszeit. Aus den Werten kann der Arzt ableiten, ob eine Tagesmüdigkeit mit verminderter Konzentrationsfähigkeit vorliegt. Diese hat Auswirkungen auf verschiedene Aspekte des Alltags wie z.B. die Fahrtüchtigkeit.
Weitere Untersuchungsmethoden
Spezielle Krankheitsbilder erfordern besondere Untersuchungen. Durch ganztägige Messungen der Einschlafneigung (multipler Schlaflatenztest MSLT) oder der Fähigkeit, sich wach zu halten (Maintenance of wakefulness test, MWT) sowie durch Laboruntersuchungen kommen wir seltenen Erkrankungen auf die Spur.