In der Diagnostik und Therapie von Magen-Darm-Erkrankungen besitzt das endoskopische Verfahren große Bedeutung. Während dieser Behandlungsweg in anderen medizinischen Fächern erst über die letzten Jahre verstärkt entwickelt wurde, kommt ihm in der Gastroenterologie schon seit Jahrzehnten große Bedeutung zu. Dabei konnten die Verfahren gezielt weiterentwickelt werden.
Prinzipiell nutzt die Endoskopie – im allgemeinen Sprachgebrauch als "Spiegelung" bekannt– die natürlichen Körperzugänge. Über diese werden Optiken und Instrumente zum Ort der Behandlung vorgeschoben. Das bedeutet: Diagnostik und Therapie können auf diesem Wege, unter Vermeidung eines chirurgischen Eingriffs, vielfach innerhalb einer Behandlung vorgenommen werden. Durch die Weiterentwicklung der Instrumente selbst – sie liefern eine immer bessere Bildqualität und ihr Volumen konnte aufgrund der technischen Entwicklung fortschreitend verringert werden – stellt die Endoskopie für zahlreiche Indikationen das Mittel der Wahl dar: Für den Arzt, weil er hier bestmögliche Handlungsmöglichkeiten findet; für den Patienten, weil nie ganz zu vermeidende Unannehmlichkeiten hier immer weiter minimiert wurden; für beide, weil das Risiko von Komplikationen gering ist.
Die Endoskopie am Petrus-Krankenhaus basiert dabei auf besten Voraussetzungen. So wird sie von erfahrenen Fachärzten durchgeführt, die durch spezialisierte Pflegekräfte unterstützt werden. Die Endoskopie ist in neuen Räumen am Petrus-Krankenhaus untergebracht, wo sie den "Endoskopikern" wie deren Patienten ausgezeichnete Behandlungsbedingungen bietet.
Insgesamt stehen vier Plätze für die Durchführung endoskopischer Untersuchungen oder Behandlungen zur Verfügung. Deren Qualität wird nicht allein durch die Expertise der Ärzte und die räumlichen Bedingungen geprägt. Auch im Blick auf die apparative Ausstattung gilt ein moderner Standard: So wurde im Rahmen des im Herbst 2009 vorgenommenen Einzuges in die neuen Räume auch in neue Optiken investiert. Die unerlässliche Sicherstellung der Hygiene erfolgt durch neue Reinigungs- und Desinfektionsgeräte für die Endoskope (RDG-E).
Die Endoskopie bezieht den Patienten notwendigerweise anders mit ein, als dies bei anderen – vor allem notfallorientierten – Verfahren der Fall ist oder sein kann. Seine Kooperation ist im Blick auf die Vorbereitung und Durchführung der Verfahren wichtig. Entsprechend breiten Raum nimmt die Aufklärung des Patienten durch die Ärzte ein. Generell kann aber festgehalten werden, dass gerade hier in den letzten Jahren vieles im Blick auf die Annehmlichkeit des Patienten erreicht worden ist. Generell gilt: Die Vorbereitung auf eine Darmspiegelung ist heute wesentlich unkomplizierter als noch vor wenigen Jahren. Ebenso stehen für die Durchführung einer Magenspiegelung heute Instrumente zur Verfügung, die wesentlich weniger Unannehmlichkeiten verursachen, als dies noch vor einiger Zeit der Fall war.