Petrus-Krankenhaus

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)

Schnarchen kann harmlos sein. Wenn es allerdings unregelmäßgen Charakter hat und mit Atemaussetzern kombiniert ist, muss schnell gehandelt werden. Hinter diesen Phänomenen kann sich ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom verbergen!

Was steckt hinter dem OSAS?

In bestimmten Schlafphasen erschlaffen alle Muskel. Das ist gut so, denn sonst würde man Dinge, die man träumt, in tatsächliche Handlungen umsetzen. Allerdings kann unter bestimmten anatomischen Vorraussetzungen die Erschlaffung der Schlundmuskulatur zu einer Verengung der oberen Atemwege führen. Ist dies der Fall, so kann der Betroffene besonders in Rückenlage (wenn die Zunge nach hinten rutscht) nicht mehr richtig atmen. Bettpartner beobachten dabei häufig, wie das Atmungsmuster immer angestrengter wird. Schließlich kommt es zu einer Weckreaktion, die Muskulatur wird wieder angespannt und der Schlund öffnet sich. Ein lautes Schnarchgeräusch entsteht, wenn die jetzt schnell und tief eingeatmete Luft die Weichteile zum vibrieren bringt. Dieser Vorgang kann sich bis zu 100 mal pro Stunde wiederholen. Da die Vorgänge unbewusst ablaufen, spüren Menschen, die an Schlafapnoe leiden, dies nicht direkt. Vielmehr sind ausgeprägte Tagesmüdigkeit, morgentliche Mundtrockenheit und Kopfschmerzen typische Symptome.

Warum muss OSAS behandelt werden?

Menschen, die am obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom leiden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. Auch Herzrhythmusstörungen treten häufiger auf. Ist der Bluthochdruck schwer behandelbar oder entgleist der Blutzucker bei Menschen mit Diabetes in der Nacht, so muss ebenfalls an ein Schlafapnoe-Syndrom gedacht werden.

Wie wird therapiert?

Bei leichtgradigen Befunden hilft in manchen Fällen schon die Vermeidung der Rückenlage, um das OSAS zu behandeln. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt beurteilt die Anatomie des Nasen-Rachen-Raumes und prüft, ob durch Medikamente oder einen kleinen chirurgischen Eingriff eine Therapie erfolgen kann. Schließlich wird zur Therapie auch eine Nasenmaske eingesetzt, sie stellt die am häufigsten angewandte Behandlung dar und ist in den meisten Fällen sehr erfolgreich. Über die Nasenmaske wird Luft geblasen, die im Schlaf die Halsweichteile offenhält, man spricht von der pneumatischen Schienung der Atemwege. Das Verfahren wird CPAP (continuous positive airways pressure) genannt, da das Therapieprinzip auf einem kontinuierlichen positiven Luftdruck in den oberen Atemwegen beruht. Die geeignete Maske und der notwendige Luftdruck werden dabei sorgfältig für jeden Patienten individuell ermittelt, dies geschieht im Schlaflabor.

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