Petrus-Krankenhaus

TIPPS

Die Abkürzung TIPPS steht für den Begriff „transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt“. Mit einem TIPPS wird eine minimal invasive Verbindung zwischen Pfortader und Lebervene durch einen in der Leber platzierten Stent, der die beiden Gefäße miteinander verbindet, geschaffen. Als Pfortader wird ein großes venöses Gefäß bezeichnet, das das Blut zur Leber hinführt.

Im Falle einer Leberzirrhose sind die intrahepatischen Gefäße durch die Leberzirrhose so verengt, dass das Pfortaderblut die Leber nicht gut passieren kann, sich das Blut in der Pfortader staut und einen Pfortaderhochdruck verursacht. Durch den TIPPS wird erreicht, dass dieser Pfortaderhochdruck vermindert wird und das Blut durch den Stent wieder in den großen Blutkreislauf wieder gelangen kann.

Folgen eines Pfortaderhochdrucks, wie Krampfadern der Speiseröhre und Bauchwasser, können so beseitigt werden. Insbesondere neue Studien zeigen, dass durch die Anlage eines TIPPS das Risiko einer Blutung aus Krampfadern der Speiseröhre, sofern diese bereits einmal geblutet haben, erheblich gesenkt werden kann. Daher ist heutzutage der TIPPS eine der effektivsten Maßnahmen, um eine erneute Blutung aus Krampfadern der Speiseröhre oder des Magens zu verhindern.

Die TIPPS-Anlage erfolgt vom Hals aus über eine mittelgroße Halsvene und wird am Petrus-Krankenhaus durch ein interdisziplinäres Team aus Gastroenterologen und Radiologen mit Unterstützung der anästhesiologischen Kollegen gelegt.

Der erste TIPPS am Petrus-Krankenhaus konnte erfolgreich im April 2013 gelegt werden. Im Vergleich zum alternativen Verfahren, der Shunt-Operation, ist der TIPPS mit erheblich weniger Komplikationen vergesellschaftet und bedarf eines deutlich kürzeren Krankenhausaufenthaltes, in der Regel von 5-7 Tagen.

Jetzt Facebook-Fan werden.   Jetzt YouTube-Channel abonnieren.
Seniorenhaus Marienkloster