Petrus-Krankenhaus

Katheterinterventionelle Therapie bei Herzklappenfehlern

 

Die hochgradige kalkige Verengung der Aortenklappe, die schwere  Aortenstenose, beeinträchtigt die Herzleistung. Betroffene Patienten klagen häufig über Luftnot und schlechte Belastbarkeit, manchmal auch Schwindel, Stürze oder Brustenge. Wird dann die Aortenklappe nicht ersetzt, sterben ca. 25 % binnen 12 Monaten. Viele Patienten haben aber aufgrund fortgeschrittenen Alters und weiterer Erkrankungen ein hohes OP-Risiko. Als Alternative gibt es ein  Verfahren über Herzkatheter, die sogenannte TAVI. Hierbei wird die verkalkte Aortenklappe zunächst mit einem Ballonkatheter geweitet. Anschließend wird die in einem Gitterröhrchen (Stent) aufgehängte und auf einen Ballonkatheter zusammengefaltete Bioprothese aus gereinigtem Rinder- oder Schweineherzgewebe kathetergestützt im Herzen platziert. Der Eingriff wird meist  über die Leistenarterie vorgenommen. Der Eingriff wird am schlagenden Herzen ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine vorgenommen und die Ergebnisse sind sehr gut. Da nur “biologische” Klappen so implantiert werden können, mit begrenzter Haltbarkeit, empfehlen wir den Eingriff jüngeren Patienten nicht.

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Seniorenhaus St. Maria