Petrus-Krankenhaus

Dickdarmpolypen

Beschreibung

Neben Lungen-, Brustdrüsen- und Prostatakarzinomen gehören die Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarms heute zu den häfigsten bösartigen Erkrankungen. In Deutschland sterben jährlich ca. 30.000 Patienten an einem jährlichen Neuauftreten der Erkrankung von 35 - 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Dies sind erschreckende Zahlen, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Erkrankung möglicherweise heilbar ist, sofern sie rechtzeitig diagnostiziert wird.

Symptome

Die wichtigsten Symptome sind Blutabgänge aus dem After und Veränderungen im Stuhlverhalten, wie z.B. Wechsel von Verstopfung und Durchfall. (Diese Symptome kommen ebensogut bei anderen Erkrankungen vor, so dass sich sofort einer gründlichen Untersuchung unterziehen sollten, sobald Ihnen diese Veränderungen auffallen.) Bauchschmerzen und Gewichtsverlust sind meist Spätsymptome und zeigen möglicherweise eine fortgeschrittene Erkrankung an.

Leider bereiten viele Polypen und frühe Krebserkrankungen keine oder wenig Beschwerden. Daher ist es um so wichter, daß Ihr Hausarzt jährliche Krebsvoruntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr durchführt.

Diese Vorsorgeuntersuchungen bestehen aus einer Untersuchung des Mastdarms mit dem Finger und einem chemischen Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Eine Koloskopie (Darmspiegelung) sollte ebenfalls ein fester Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung sein.

Ursache

Es besteht weitestgehend Einigkeit darüber, dass fast alle Dickdarmkrebse aus gutartigen Polypen, welche an der Darmwand wachsen und mit zunehmender Größe bösartig werden können. Eine rechtzeitige Entfernung von gutartigen Polypen ist eine wirksame Vorsorgemaßnahme, um die Entstehung eines bösartigen Dickdarmtumors zu verhindern.

Behandlung

Wenn die Diagnose eines Dick- oder Mastdarmkrebses gestellt ist, ist in fast allen Fällen eine Operation erforderlich, um eine komplette Heilung zu erreichen. Bestrahlung und Chemotherapie kommen gelegentlich zusätzlich zum Einsatz. 80 - 90% aller Erkrankten können so geheilt werden, sofern der Krebs rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Die Heilungsrate fällt auf 50% und darunter, wenn die Diagnose verschleppt wird und der Tumor ein fortgeschrittenes Stadium aufweist. Dank moderner Operationsverfahren benötigen weniger als 5 % aller Patienten, die an einem Dick- oder Mastdarmkrebs erkrankt sind, einen künstlichen Darmausgang.

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St. Vinzenz-Hospital