Petrus-Krankenhaus

Nachsorgeuntersuchungen nach Operationen

Warum gibt es Nachsorgeuntersuchungen nach der Operation?

Die Chirurgie ist die effektivste Behandlung eines Dick- oder Mastdarmkrebses. Auch wenn alle sichtbaren tumorösen Veränderungen entfernt worden sind, können kleinste Krebszellen in anderen Abschnitten des Körpers übrigbleiben. Diese Tumoransiedlungen sind sehr klein und somit während der Operation nicht zu erkennen, können jedoch später an Größe zunehmen. Die Häufigkeit eines Rückfalls hängt ab von den Eigenschaften des Ersttumors und der Effektivität der Erstbehandlung oder, falls benötigt, anderer ergänzender Behandlungen wie z. B. Chemotherapie oder Bestrahlung. Patienten mit einem Krebsrückfall können, falls dieser rechtzeitig diagnostiziert wird, von einer erneuten Operation oder anderen Behandlungen profitieren oder sogar geheilt werden. Ein weiterer wichtiger Grund für postoperative Nachsorgeuntersuchungen ist die rechtzeitige Entdeckung neuer Dickdarmpolypen. Nahezu ein Fünftel aller Patienten mit Dickdarmkrebs werden in ihrem späterem Leben weitere Polypen entwickeln. Es ist wichtig, diese rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen, bevor sie entarten können.

Wie lange sind Nachsorgeuntersuchungen notwendig?

Die meisten Krebsrückfälle werden innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Operation entdeckt. Daher finden in dieser Zeit häufigere Untersuchungen statt. Nach fünf Jahren sind nahezu keine Krebsrückfälle mehr zu erwarten. Eine Nachsorgeuntersuchung nach dieser Zeit ist nur notwendig, um neue Polypen zu entdecken und sollte aus diesem Grund in größeren Abständen ein Leben lang durchgeführt werden.

Was erwartet mich bei einer Nachsorgeuntersuchung?

Ihr Arzt wird Sie in den ersten zwei Jahren etwa alle drei Monate untersuchen. Eine Bestimmung des Tumormarkers CEA im Blut sollte durchgeführt werden. Da dieser Test jedoch nicht hundertprozentig verläßlich ist, müssen andere Nachsorgeuntersuchungen angeschlossen werden. Diese beinhalten eine Darmspiegelung, eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes, gelegentliche Computer-Tomographien des Bauches sowie Ultraschalluntersuchungen.

Was muss meine Familie beachten?

Nahe Angehörige von Patienten mit Dickdarmkrebs (Eltern, Geschwister, Kinder) unterliegen einem größeren Risiko für diese Erkrankung. Aus diesem Grunde sollten gelegentliche Untersuchungen des Dickdarms mittels Endoskopie durchgeführt werden, um kleine Polypen zu entdecken. Diese können dann sofort entfernt werden, Krebs kann gar nicht erst entstehen. Andere Risikofaktoren bezüglich der Erkrankung an Dickdarmkrebs sind Tumorerkrankungen in früherem Lebensalter sowie ein durchgemachter Lungen- oder Unterleibskrebs bei Frauen.

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Seniorenhaus St. Anna