Petrus-Krankenhaus

Schlafmedizin (Somnologie)

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Pneumologie ist die Schlafmedizin (Somnologie) und hier insbesondere die Folgen nächtlicher Atemaussetzern für Herz und Gefäße. Dies ist auch ein Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Forschung.

Die Folgen nächtlicher Atemaussetzer (Schlafapnoe) umfassen ein sehr breites Spektrum:

1. Nächtliches Erwachen (Durchschlafstörungen) mit nächtlichem Harndrang
2. Tagesschläfrigkeit mit regelmäßigem Mittagsschlaf
3. Erwachen mit trockenem Mund und Kopfschmerzen
4. Sodbrennen (Reflux)
5. Entstehung von Bluthochdruck
6. Blutdruckentgleisung bei bekanntem Bluthochdruck
7. Entwicklung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern
8. erhöhtes Risiko für Schlaganfall (Apoplex)
9. Entwicklung eines erhöhten Augeninnendrucks (Grüner Star, Glaukom)
10. Verschlechterung eines Diabetes
11. Impotenz

Volkskrankheit Schlafapnoe trifft auf Volkskrankheit Herz-Kreislauf-Erkrankung
Etwa 3 bis 7 Prozent der Männer und 2 bis 5 Prozent der Frauen sind von einer Schlafapnoe betroffen. Allerdings ist die Mehrzahl davon nicht diagnostiziert und daher unbehandelt. Tatsächlich sind in 60 bis 70 Prozent der Fälle nächtliche Atemaussetzer Ursache für Bluthochdruck. Auch Blutdruckentgleisungen sind fast immer Folge einer Schlafapnoe. Bei Vorhofflimmern sind schlafbezogene Atemaussetzer in 80 bis 90Prozent Ursache für die Rhythmusstörung. Daher ist bei Bluthochdruck  oder Vorhofflimmern immer eine schlafmedizinische (somnologische) Abklärung sinnvoll.

Screening-Untersuchungen können oft ambulant zu Hause durchgeführt werden (Polygraphie). Nach erfolgtem Screening wird anschließend im Schlaflabor mit einer großen Messung (Polysomnographie) geprüft, ob eine schlafbezogene Atemstörung vorliegt und ob diese behandelt werden muss.

Die Therapie schlafbezogener Atemstörungen erfolgt dann entweder mit Maske und einem der zahlreichen Überdruckverfahren (CPAP, APAP, Bilevel, ASV) oder aber mit einer Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS).
Unser Schlaflabor, welches sich derzeit noch am Standort der Klinik Vogelsangstraße (geplanter Umzug in die St. Anna Klinik 2019) befindet, ist durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und -medizin (DGSM) akkreditiert. Es besteht eine enge Kooperation mit unserer Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Damit erfüllen wir die höchsten Ansprüche der schlafmedizinischen Versorgung.

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