Petrus-Krankenhaus

Sonographisch gesteuerte Punktionen

Sonographisch assistierte Punktionen sind in der Regel zur Gewinnung von Proben notwendig, um insbesondere die Herkunft von Tumoren klären und dem Patienten somit eine adäquate tumorspezifische Therapie ermöglichen zu können. Hauptsächlich werden Tumorabsiedlungen innerhalb der Leber punktiert, grundsätzlich gelingt jedoch auch die Punktion von anderen suspekten Arealen, die sonographisch sichtbar und erreichbar sind.

Üblicherweise ist für eine solche Punktion eine lokale Betäubung ausreichend, im Falle von besonderer Angst vor einer Punktion ist eine leichte Sedierung des Patienten jedoch möglich. Die Punktion selbst dauert nur wenige Sekunden, die Punktionsstelle wird anschließend für drei Stunden mit einem Sandsack komprimiert. Nach sonographischer Kontrolle ist eine Entlassung bereits am Folgetag möglich.

Bei chronischen Lebererkrankungen ist aufgrund der heutigen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden wie dem ARFI eine Leberpunktion zur Stadieneinteilung nur noch selten indiziert. Eine relative klare Indikation zur Leberpunktion gibt nach wie vor bei der Autoimmunhepatitis, dem M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit) und der Nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH). Sinnvoll ist eine Leberpunktion zur Klärung von wiederholt erhöhten Leberwerten, wenn mittels Blutabnahme die Ursache der Leberwerterhöhung nicht identifziert werden kann und es Grund zur Annahme einer chronischen Lebererkrankung gibt.

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