Petrus-Krankenhaus

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Alle Krankheitsbilder unter M:

Magen-Darm-Erkrankungen
Magen-Darm-Erkrankungen

Der Magen-Darm-Trakt besteht aus Speiseröhre („Ösophagus“), Magen, Dünndarm („Duodenum“, „Jejunum“, „Ileum“), Dickdarm („Kolon“) und Enddarm („Rektum“). Aufgabe des Magens ist unter anderem die mechanische und chemische Zerkleinerung der Nahrung. Im Dünndarm werden die meisten Nahrungsbestandteile resorbiert. Und der Dickdarm dient im Wesentlichen dazu, die Flüssigkeit aus dem Verdauungsbrei zurück zu holen.

Typische Symptome bei Erkrankungen des Verdauungstrakts sind Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Koliken und diffuse Oberbauchschmerzen. Die Art der Symptome lässt gewisse Rückschlüsse darüber zu, wo das Problem liegt. Für die präzise Diagnostik braucht es aber in der Regel medizinische Geräte: neben dem Ultraschall sind bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts vor allem Endoskope hilfreich. Werden Endoskope über den Mund eingeführt, spricht man von Magenspiegelung („Gastro(duodeno)skopie“). Endoskopien über den Anus heißen Darmspiegelung („Koloskopie“), wenn der gesamte Dickdarm untersucht wird und „Rektoskopie“, wenn es nur um den Enddarm geht.

Zu den Erkrankungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, gehören unter anderem Sodbrennen („Reflux“), Magengeschwüre („Ulzera“), chronische Entzündungen wie „Morbus Crohn“ oder „Colitis ulcerosa“ sowie eine Reihe von Tumorerkrankungen. Bei Magen-Darm-Beschwerden, bei denen sich trotz umfangreicher Diagnostik keine organische Entsprechung finden lässt, reden Mediziner von funktionellen Störungen („Reizmagen“ und „Reizdarm“).

Magengeschwür
Magengeschwür

Ein Magengeschwür („Ulcus ventriculi“) entsteht infolge eines Missverhältnisses zwischen der aggressiven Magensäure und den Schutzmechanismen des Magens. Dem Geschwür voraus geht häufig eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut („Gastritis“).

Wichtigste Ursache des Magengeschwürs sind Bakterien, die so genannten „Helicobacter pylori-Bakterien“. Auch bestimmte Medikamente, vor allem „Acetylsalicylsäure“ und „nicht-steroidale Antirheumatika“, können ein Magengeschwür verursachen. Außerdem gibt es eine Korrelation mit Stress und mit übermäßigem Nikotin- und Alkoholgenuss.

Magengeschwüre sind häufig. In Deutschland kommt es zu mindestens 40.000 Fällen von Magengeschwüren jährlich, wobei Männer öfter davon betroffen sind als Frauen. Die Symptome sind brennende oder stechende Magenschmerzen vor allem nach der Nahrungsaufnahme – in fortgeschrittenen Stadien kann es auch zu Blutungen kommen. Anders als früher, wo ein Magenulkus eine sehr langwierige Sache sein konnte, die mit Säureblockern behandelt und nicht selten auch operiert werden musste, steht heute die kombinierte Antibiotikatherapie gegen „Helicobacter pylori“ an erster Stelle. Operationen sind selten.

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Magenkrebs
Magenkrebs

Der Magenkrebs („Magenkarzinom“) ist eine bösartige Erkrankung der Magenschleimhaut. Der wichtigste Risikofaktor ist eine chronische Magenschleimhautentzündung, verursacht durch das Bakterium „Helicobacter pylori“. Die Beseitigung dieser Infektion sollte bei Patienten mit Magenschleimhautentzündungen deswegen oberste Priorität haben.

Weitere Faktoren, die das Risiko eines Magenkarzinoms erhöhen, sind eine nitrosaminreiche Ernährung (verkohltes Grillgut), Zigarettenrauch und übermäßiger Alkoholkonsum. Es gibt auch eine genetische Komponente, unter anderem eine Korrelation mit der Blutgruppe A, deren Hintergründe noch unklar ist.

Jährlich erkranken in Deutschland um die 20.000 Menschen an Magenkrebs. Es handelt sich demnach immer noch um eine der häufigeren Krebserkrankungen, auch wenn die Häufigkeit in den letzten Jahrzehnten in fast allen Industrienationen stark rückläufig war.

Der Magenkrebs wird oft sehr spät erkannt, weil die Symptome wenig spezifisch sind: Nahrungsmittelunverträglichkeit, Abneigung gegen Fleisch, ein Druckgefühl im Oberbauch, ungewollte Gewichtsabnahme oder ein Völlegefühl kommen auch bei harmlosen Verstimmungen oder funktionellen Magenerkrankungen vor und werden deswegen oft nicht ernst genommen. Vergleichsweise günstig ist die Prognose immer dann, wenn der Magenkrebs als Zufallsbefund in einem frühen Stadium erkannt wird, zum Beispiel bei einer Magenspiegelung aus anderem Anlass.

Therapie der Wahl beim noch nicht „metastasierten Magenkarzinom“ ist die Entfernung des Magens und relevanter Lymphknoten. Ergänzend stehen Radio-/Chemotherapien zur Verfügung. Wird das Magenkarzinom früh erkannt, liegt die 5-Jahresüberlebensrate bei etwa 80 Prozent.

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Malignom
Malignom

Ein Malignom ist ein bösartiger Tumor, umgangssprachlich „Krebs“ genannt. Die medizinische Nomenklatur bei Krebserkrankungen richtet sich nach dem Gewebe, das den Krebs hervorbringt. Bösartige Tumoren der Haut, der Schleimhaut und des Drüsengewebes werden Karzinome genannt. Bösartige Tumoren des Bindegewebes sind Sarkome und bösartige Tumoren, die aus Vorläuferzellen („Blasten“) entstehen, heißen „Blastome“. Krebserkrankungen stehen in Deutschland nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache an zweiter Stelle. Mit weiter alternder Bevölkerung nimmt die Bedeutung der Krebserkrankungen zu, weil die meisten Krebserkrankungen (auch) Alterserkrankungen sind.

„Den einen Krebs“ gibt es nicht. Viele Krebserkrankungen sind heute sehr gut heilbar. Einige wenige sind nahezu unheilbar. Generell gilt: Je eher der Krebs entdeckt wird, umso besser kann er auch geheilt werden. Für einige Krebserkrankungen haben sich Vorsorgeuntersuchungen etabliert, die auf Kosten der Gesetzlichen Krankenversicherung angeboten werden. Am bekanntesten sind das Mammographie-Screening (Brustkrebs), das Kolonkarzinom-Screening (Darmkrebs) und das Hautkrebs-Screening.

Wichtig ist, sich zu vergegenwärtigen, dass Krebs weder eine Strafe des Himmels noch eine Quittung für ein falsches Leben ist. An der Entstehung von Krebs sind genetische Faktoren beteiligt, auf die niemand einen Einfluss hat. Es sind Umweltfaktoren beteiligt, die längst nicht alle bekannt sind. Und es ist der Zufall beteiligt, denn Krebs bricht dann aus, wenn es in einer einzigen Ursprungszelle zu einer bestimmten genetischen Veränderungen kommt, deren Auftreten keinem einfachen Erklärungsmuster gehorcht.

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Mandelentzündung
Mandelentzündung

Bei der Mandelentzündung („Tonsillitis“) handelt es sich um eine durch Krankheitserreger verursachte Entzündung der Gaumenmandeln („Tonsilla palatinae“). Bei Problemen mit der weiter oben gelegenen Rachenmandel („Tonsilla pharyngeae“) wird umgangssprachlich dagegen von „Polypen“ gesprochen.

Physiologisch dienen die Gaumenmandeln dem Schutz vor eindringenden Viren und Bakterien. Es handelt sich um eine Art Lymphknoten. Bei Mandelentzündungen wird diese Abwehrfunktion „überrollt“: Viren oder Bakterien vermehren sich explosionsartig. Die Mandeln schwellen an, und es kommt zu dem klinischen Bild einer „Angina tonsillaris“ mit Fieber und starken Schmerzen im Bereich des Rachens und vor allem beim Schlucken.

Mandelentzündungen sind gerade in der kalten Jahreszeit häufig. Sie können vom Arzt durch eine Inspektion der Mundhöhle, ggf. unter Zuhilfenahme eines Spatels, problemlos diagnostiziert werden. Besonders häufig tritt das Problem zwischen dem 5. und dem 15. Lebensjahr auf. Aber auch Erwachsene können betroffen sein.

Eine Mandelentzündung, die innerhalb weniger Tage nicht abklingt, wird in der Regel mit Antibiotika behandelt, um Komplikationen zu verhindern, die dadurch entstehen können, dass sich die Infektion lokal ausbreitet. Die Entfernung der Gaumenmandeln („Tonsillektomie“) ist in Erwägung zu ziehen, wenn Mandelentzündungen sehr häufig auftreten oder schon einmal zu Komplikationen geführt haben.

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Mangelernährung
Mangelernährung

Mangelernährung gibt es grundsätzlich in zwei Ausprägungen: Unterernährung und Fehlernährung. Bei der Unterernährung nimmt der Patient zu wenig Nahrung zu sich. Dies führt nicht nur zur Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen und Vitaminen, sondern – bei fehlender Flüssigkeitszufuhr – auch zur Dehydration. Auf Dauer können verschiedenste Organe geschädigt werden und die betroffene Person befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Bei der Fehlernährung nimmt der Betroffene zwar Nahrung zu sich. Die Ernährung ist allerdings einseitig oder es fehlen wichtige Vitamine oder Mineralstoffe.

In Entwicklungsländern ist die Unterernährung aufgrund von Nahrungsmangel häufig zu finden. In Industrieländern kennt man eher Unterernährung aufgrund von Essstörungen, wie etwa bei „Anorexie“ oder bei Bulimie. Eine wichtige Risikogruppe für Mangelernährung aller Art sind geriatrische Patienten.

Die Therapie richtet sich nach der Art der Mangelernährung. Die fehlenden Nahrungsbestandteile beziehungsweise Kalorien werden zugeführt, wobei es vom Ausmaß der Mangelernährung und von der individuellen Situation des Patienten abhängt, ob die Ernährung fest oder flüssig, über den Mund, über eine Ernährungssonde oder über einen Venenkatheter zugeführt wird. Entscheidend ist, eine Mangelernährung als gefährlich zu begreifen und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu beseitigen.Mangelernährung erhöht im Alter das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Bei Kindern führt sie zu Gedeih- und Entwicklungsstörungen.

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Meniskus
Meniskus

Der Meniskus ist ein scheibenförmiger Knorpel im Kniegelenk. Zu Meniskusverletzungen, also Einrissen oder Durchrissen der Knorpelplatte, kommt es vor allem im Sport und bei Unfällen. Verletzungen beim Fußball oder beim Skifahren gehören zu den typischsten Ursachen von Meniskusschäden.

Wenn der Meniskus reißt, ist eine Operation unumgänglich. Dabei macht sich der Arzt zunächst ein Bild mittels „Kernspintomographie“ oder einer Kniegelenkspiegelung („Arthroskopie“), um dann die richtige Art der Operation zu wählen. In jedem Fall wird die Wiederherstellung des Meniskus angestrebt, was zum Beispiel durch einfaches Nähen des restlichen Knorpelgewebes erreicht werden kann. In einigen Fällen, vor allem bei jungen Menschen, die ihren Meniskus durch einen Unfall vollständig verlieren, wird auch eine Transplantation mit einem Spendermeniskus vorgenommen um einer frühzeitigen Arthrose vorzubeugen.

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Morbus Crohn
Morbus Crohn

Der Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die meist in Schüben verläuft und Patienten nicht selten ihr Leben lang begleitet. Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen dem 16. und 35. Lebensjahr und ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Die Ursache der Erkrankung ist unklar.

Morbus Crohn tritt am häufigsten im Dickdarm und im Endsegment des Dünndarms auf. Grundsätzlich können aber alle Schleimhäute „vom Mund bis zum After“ betroffen sein. Die Symptome sind vielschichtig. Sie reichen von unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit bis hin zu relativ typischen Unterbauchbeschwerden mit stark unregelmäßigem, oft durchfallartigem Stuhlgang. Im akuten Schub liegt eine generalisierte Entzündungsreaktion vor, die von Fieber begleitet sein kann.

Bei der Therapie wird die Akuttherapie von der Erhaltungstherapie unterschieden. Bei der Akuttherapie geht es darum, den Erkrankungsschub zu durchbrechen. Hierzu stehen vor allem „Glukokortikoide“ und „Immunsuppressiva“ zur Verfügung. In der Erhaltungstherapie geht es darum, weitere Schübe zu verhindern.

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Morbus Gaucher
Morbus Gaucher

Morbus Gaucher ist eine Störung der zelleigenen „Müllabfuhr“. Diese seltene erbliche Stoffwechselstörung zählt zu den sog. Speicherkrankheiten. Bei den Betroffenen liegt ein genetisch bedingter Mangel des Enzyms Glukozerebrosidase vor. Bestimmte ernährungsunabhängige Fettstoffe - die Glukozerebroside - werden nicht abgebaut, sondern in den Fresszellen gespeichert. Dadurch entstehen sogenannte Gaucher-Zellen, die sich vor allem in der Leber, Milz und im Knochenmark anhäufen. Die betroffenen Organe schwellen massiv an und produzieren Entzündungsstoffe, mit starken Schmerzen und Zerstörung ihrer Umgebung. In Deutschland sind etwa 300 Patienten bekannt.

Die häufigsten Symptome von Gaucher-Patienten sind vergrößerte Milz und Leber, Knochenkrisen und -infarkte, Blutarmut, Gerinnungs- und Wachstumsstörungen (bei Kindern). Die Schmerzskala reicht von sehr leicht bis sehr schwer. Morbus Gaucher kann in jedem Lebensalter auftreten und ist eine progressive, d.h. fortschreitende Erkrankung.

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Multiple Sklerose
Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose („Enzephalomyelitis disseminata“) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Nervensystems. Sie tritt meist ab dem jüngeren Erwachsenenalter auf und kann unbehandelt zu Behinderungen und Arbeitsunfähigkeit führen. Dank moderner Therapien hat sich der Verlauf der Erkrankung im letzten Jahrzehnt allerdings dramatisch gewandelt. Bei der diagnostischen Abgrenzung kommen z.B. Kernspintomographie, „evozierte Potenziale“ und die „Liquoranalyse“ zum Einsatz. Therapeutisch werden alle bewährten und modernen verfahren wie Interferone, „Glatirameracetat“, „Natalizumab“ und Immunsuppression eingesetzt. Auch die Therapie von bleibenden Beeinträchtigungen wie Fatigue, Blasenstörungen, Spastik und Depressionen sowie die Schubbehandlung gehören zum Behandlungsspektrum.

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