Der Eileiter hat unterschiedliche Funktionen: Zum einen transportiert er die Spermien von der Gebärmutter zum Eierstock, zum anderen legt er sich mit seinem "fingerähnlichen" Ende (Fimbrienende) auf das sprungbereite Eibläschen und fängt das Ei ein. Wenn es dann im Eileiter zu einer Befruchtung kommt, muss das befruchtete Ei innerhalb eines genau festgelegten Zeitraumes in die Gebärmutter zurück transportiert werden.
Ist der Eileiter durch Entzündungen, Voroperationen o.ä. geschädigt, so kann er das befruchtete Ei nicht schnell genug transportieren, und es wächst in der Wand des Eileiters an. Da der Eileiter nur die Dicke eines Bleistiftes hat und sich nur sehr begrenzt ausdehnen kann, kann eine Schwangerschaft an dieser Stelle nicht ausgetragen werden. Entweder stirbt diese ab und wird vom Körper aufgenommen, oder es kommt zu einem Platzen des Eileiters mit mehr oder weniger starken Blutungen in den Bauchraum. Diese Ruptur führt fast immer zu stärkeren Schmerzen.
Es ist also sehr wichtig, dass nach Ausbleiben der Regel der Frauenarzt durch eine Ultraschalluntersuchung abklärt, ob sich die Schwangerschaft in der Gebärmutter befindet oder ob Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft besteht. Nahezu alle Eileiterschwangerschaften können heutzutage durch eine Bauchspiegelung behandelt werden.