Petrus-Krankenhaus

Fehlgeburten (Aborte)

Fehlgeburten sind ein relativ häufiges Geschehen. Man nimmt an, dass bis zu 50% aller Schwangerschaften als Fehlgeburten enden. Im Gegensatz zur Medizintechnik ist der menschliche Körper sehr früh in der Lage, Störungen der Schwangerschaft, wie zum Beispiel genetische Veränderungen, zu erkennen. Er beendet dann die Schwangerschaft in einem frühen Stadium, z.b. auch, um die Weiterentwicklung letztendlich nicht lebensfähiger Mißbildungen zu unterbinden. 

Diese frühen Aborte werden von der Patientin oft gar nicht als solche erkannt, da die dabei auftretende Blutung nicht selten als verspätete Periode gedeutet wird. Ab einem gewissen Zeitpunkt empfiehlt der behandelnde Arzt dann in einigen Fällen eine Ausschabung (Abortcurettage) um die Schwangerschaft aus der Gebärmutter zu entfernen.

Wenn mehrmals hintereinander Fehlgeburten auftreten, so ist es neben anderen Untersuchungen (z.B. Abklärung eventuell vorhandener genetischer Veränderungen bei den Eltern) sinnvoll, durch eine Spiegelung der Gebärmutter (Hysteroskopie) abzuklären, ob innerhalb der Gebärmutterhöhle Veränderungen vorliegen, die zu einem Abort führen können (Septen, Myome).

St. Anna-Klinik