Petrus-Krankenhaus

Operationen

Ambulantes Operieren

Bis vor etwa 15 Jahren wurde bei den meisten Operationen ein Bauchschnitt durchgeführt. Erst die Entwicklung dünner Stabkameras (Endoskope) hat dazu geführt, dass nun auch aufwendigere Eingriffe ohne größere Schnitte, d.h. "minimal-invasiv" vorgenommen werden.

Minimal-Invasive-Chirurgie

Die Operation im Bauchraum bleibt zwar die gleiche, jedoch mit dem entscheidenden Vorteil, dass der Bauchschnitt entfällt. Dies hat zur Folge, dass die Wundschmerzen nach der Operation deutlich geringer ausfallen. Erst durch diese moderne Operationstechnik wurde es möglich, einen großer Teil der gynäkologischen Operationen auch ambulant durchzuführen.

Diese patientenorientierte Minimal-Invasive-Chirurgie durch Bauchspiegelung (Laparoskopie) und Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie) bildet neben den "normalen" gynäkologischen Operationen den Schwerpunkt am ZAG.

Anwendung nebenwirkungsarmer Narkosen

Für die meisten unserer Eingriffe ist eine Vollnarkose notwendig:
Ein Faktor, der die Patientinnen oft mehr beunruhigt
als der Eingriff selbst. Doch auch im Blick auf die Narkose
hat das ambulante Operieren klare Vorteile:

  • Die von dem Narkoseteam verwendeten Medikamente der
    neuesten Generation werden im Vergleich zu früher
    deutlich besser vertragen und schneller abgebaut.
  • Die Dosierung wird möglichst niedrig gehalten
    und individuell an die Erfordernisse der Patientin und des
    jeweiligen Eingriffes angepasst.
  • Durch den Einsatz modernster Geräte ist es möglich, auf
    die Einlage eines Schlauches in die Luftröhre in nahezu
    allen Fällen zu verzichten.

Hierdurch gehen 95 Prozent der Patientinnen auch nach längeren
Eingriffen eigenständig vom OP-Tisch wieder in ihr Bett. Übelkeit
und Unwohlsein sowie unangenehmes Kratzen in der Luftröhre,
früher unvermeidlich mit Narkose verbunden, treten heutzutage
deutlich seltener auf.

Vorteile der minimal-invasiven Vorgehensweise für die Patientin

  • Bei allen operativen Eingriffen wird besonderer Wert auf
    kosmetisch ansprechende Ergebnisse gelegt: Auch bei größeren
    endoskopischen Eingriffen werden nur winzige, schonende Hautschnitte (maximal 10 mm), z.B. bei einer Bauchspiegelung angelegt. Durch
    diese kleinen Öffnungen werden alle zur Operation nötigen Instrumente
    in den Bauchraum eingeführt.
  • Für diese notwendigen Schnitte wählt der Arzt individuell entsprechende
    Stellen aus, an denen die winzigen Narben später nicht auffallen
    (z.B. tief in der Nabelgrube bzw. im Schamhaarbereich).
  • Am Ende der Operation werden die Wunden unter der Haut und damit
    nicht sichtbar genäht und mit einem kleinen Pflaster versorgt.
  • Das Nahtmaterial löst sich innerhalb einiger Wochen von selbst auf,
    die Fäden müssen nicht gezogen werden!
  • Bereits am nächsten Tag kann wieder geduscht werden.
Seniorenhaus St. Josef