Petrus-Krankenhaus

Allergologie

In Deutschland leiden in Deutschland 14,8 Prozent der Menschen im Alter zwischen 18 bis 79 Jahren an Heuschnupfen; das sind rund zwölf Millionen. Frauen sind mit 16,5 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer. Am häufigsten ist die Gruppe der 30- bis 39-jährigen betroffen. In dieser Gruppe trifft es etwa jeden Fünften (20,8 Prozent), bei über 70jährigen sind es immer noch 7,3 Prozent.

Problematisch wird der Heuschnupfen, wenn sich bei etwa jedem zweiten Erwachsenen mit einem Heuschnupfen gegen Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen eine Allergie gegen Obst, Gemüse oder Gewürze entwickelt. Dies kann sich als Juckreiz und Schwellungen der Haut- und Mundschleimhaut oder auch der Zunge bis hin zu Luftnot nach Verzehr der entsprechenden Lebensmittel zeigen. Die Beschwerden fallen je nach Zubereitungsart (Rohkost wird oft schlechter vertragen) unterschiedlich aus und teilweise gibt es sogar zwischen den unterschiedlichen Sorten (z.B. verschiedenen Apfelsorten) Unterschiede. Ursache sind Bestandteile der Allergene, die sowohl in den Pollen als auch in den Lebensmitteln enthalten sind. Man spricht von Kreuzallergie. Besonders häufig ist die Kreuzallergie zwischen Äpfeln und anderem Steinobst einerseits und Birkenpollen andererseits.

Veränderter Pollenflug durch Klimawandel
Der für die meisten Menschen fühlbare Klimawandel, der regional unterschiedlich stark ausgeprägt ist, hat zu Veränderungen im Pollenflug in Deutschland geführt. Die Pollen der Bäume Hasel, Erle und Birke fliegen oft früher als vor zehn Jahren. Die Menge der Gräserpollen nimmt ab und die Kräuterpollen, z.B. Beifuß, fliegen länger im Jahr. Patienten mit Heuschnupfen oder allergischem Asthma durch Pollen können mittels kostenloser APP eine individuelle Pollenflugvorhersage erhalten. Unter www.pollenstiftung.de kann die APP heruntergeladen werden.

Die Diagnostik und Therapie (Hyposensibilisierung) dieser Allergieformen ist Domäne der niedergelassenen Allergologen und kann ambulant durchgeführt werden.

Unverträglichkeit von Schmerzmitteln
Eine Unverträglichkeit von Schmerzmitteln (z. B. Acetylsalicylsäure ASS, Diclofenac) tritt oft im Rahmen eines Asthma-Analgetika-Syndroms auf.  Strenggenommen handelt es sich um keine Allergie, sondern um eine überschießende körpereigene Produktion von sogenannten Leukotrienen. Die Patienten leiden oft gleichzeitig an Nasenpolypen, chronischer Nasennebenhöhlenentzündung, Nesselsucht und Asthma. Die Beschwerden werden durch sogenannte Salicylate verstärkt. Die Besonderheit ist, dass die Salicylate nicht nur in Medikamenten vorkommen, sondern auch ganz natürlich beispielsweise in Gewürzen, Preiselbeeren, Johannisbeeren, Rosinen, Ketchup, Tomatenmark und nicht geschälten Früchten/Gemüse. Deswegen ist eine alleinige Vermeidung von Schmerzmitteln nicht ausreichend. Oft bringt eine Desaktivierung eine spürbare klinische Besserung. Wegen des individuell sehr unterschiedlichen Ansprechens und des zeitlichen Aufwands der Eindosierung (eine Woche) kann diese Therapie stationär durchgeführt werden.

Die Allergologie am Wuppertaler Lungenzentrum bietet aktuell folgende Diagnostik und Therapie an:

  1. Hymenopteren-Hyposensibilisierung (Biene/Wespe)
  2. ASS-Desaktivierung bei Analgetikaintoleranz
  3. Diagnostik bei Medikamentenunverträglichkeit
  4. spezifische Provokationstests (inhalativ)


Terminvergabe in der Allergologie:
Martina Kresin
Tel  0202 299-2302
Fax 0202 299-2509
lungenzentrum.kh-petrus@cellitinnen.de

 

 

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