Innere Medizin II - Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin
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Faekaler Mikrobiom Transfer (FMT, Stuhltransplantation)
Wiederherstellung einer gesunden Darmflora bei bestimmten Erkrankungen
Der fäkale Mikrobiota-Transfer (FMT), umgangssprachlich auch als Stuhltransplantation bezeichnet, ist ein medizinisches Verfahren zur gezielten Wiederherstellung einer gesunden Darmflora. Dabei werden aufbereitete Darmbakterien eines gesunden Spenders auf einen erkrankten Patienten übertragen. Ziel ist es, das mikrobielle Gleichgewicht im Darm nachhaltig zu stabilisieren.

Wann kommt ein FMT infrage?
Ein fäkaler Mikrobiota-Transfer wird gemäß aktueller medizinischer Leitlinie insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit wiederkehrender Infektion durch Clostridioides difficile eingesetzt.
Nach den Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
kann Betroffenen bei rezidivierenden Clostridioides-difficile-Infektionen ein fäkaler Mikrobiota-Transfer angeboten werden, wenn leitliniengerechte medikamentöse Therapien nicht ausreichend wirksam waren.
Die Entscheidung für einen FMT erfolgt stets individuell und nach sorgfältiger ärztlicher Prüfung.
Wie ist die wissenschaftliche Einordnung?
Der fäkale Mikrobiota-Transfer ist bei der Behandlung rezidivierender Clostridioides-difficile-Infektionen ein leitliniengestütztes Verfahren. Internationale Studien zeigen hohe Erfolgsraten in dieser klar definierten Indikation.
Für andere mögliche Einsatzgebiete wird FMT derzeit wissenschaftlich untersucht. Außerhalb der Leitlinienempfehlungen erfolgt eine Anwendung nur in begründeten Einzelfällen.
Wie läuft ein fäkaler Mikrobiota-Transfer ab?
Vor einem fäkalen Mikrobiota-Transfer erfolgt eine ausführliche ärztliche Beratung sowie eine sorgfältige Vorbereitung. Das Spenderpräparat wird streng geprüft und nach medizinischen Standards aufbereitet.
Die Übertragung der Darmbakterien erfolgt abhängig von der individuellen Situation, zum Beispiel:
im Rahmen einer Darmspiegelung
über medizinisch etablierte Applikationsverfahren
Nach dem Eingriff erfolgt eine strukturierte Nachsorge.