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Volkskrankheit Herzinsuffizienz
Eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) liegt vor, wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen kann. In Deutschland sind schätzungsweise bis zu 4 Millionen Menschen betroffen. Besonders häufig tritt die Erkrankung im höheren Lebensalter auf; bei den 60- bis 79-Jährigen sind etwa 10 % betroffen.
Häufige Ursachen sind vor allem Bluthochdruck und die koronare Herzkrankheit, aber auch Herzklappenfehler oder Herzrhythmusstörungen können zu einer Herzschwäche führen. Typische Beschwerden sind Atemnot, schnelle Erschöpfung und eine geringere körperliche Belastbarkeit. Durch Flüssigkeitseinlagerungen können außerdem geschwollene Beine und Füße sowie eine schnelle Gewichtszunahme auftreten.
Die Herzschwäche kann akut oder chronisch verlaufen. Bei der Behandlung kommen je nach Ursache verschiedene Medikamente und gegebenenfalls medizinische Eingriffe zum Einsatz. Zusätzlich sind regelmäßige Bewegung im individuell möglichen Rahmen, eine ausgewogene Ernährung und die Behandlung von Risikofaktoren wichtig.
Die Erkrankung hat eine große Bedeutung für das Gesundheitswesen: 2024 wurden in Deutschland rund 469 Krankenhausfälle wegen Herzinsuffizienz pro 100.000 Einwohner registriert. Im Jahr 2023 starben etwa 37.600 Menschen an Herzinsuffizienz. Trotz ihrer Schwere kann eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung Beschwerden lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.